
Schwarz und unwiederstehlich, so thront unser beau Horstchen in der ersten reihe. Still und zurückhaltend läßt er den unterricht geduldig über sich ergehen, wenn er nicht gerade vogeleier brät oder retorten zerdeppert Auch das planschbecken im biosaal soll auf seine rechnung gehen.
Einige behaupten sogar. er trüge in seiner schultasche nur kosmetika und schönheitswässerchen spazieren. Sollte das stimmen, so hat es wenigstens erfolg gehabt. Wer kann schen auf eine bilanz von drei Brigitten und vier Birgitts innerhalb weniger monate zurückblicken? Sein verfahren gegenüber diesen wesen trug ihm viele gegner (oder neider) ein.
Allen anfechtungen zum trotz hat er sich aber sein kindliches gemüt bewahrt, lacht und grinst gern und viel und erfreut uns von zeit zu zeit mit romantischen und naiven gedichtchen. Obwohl er erst in der 11. klasse von der mittelschule aus Essen zu uns kam, hat er sich gut bei uns eingelebt, dafür aber viel fleiß und energie aufbringen müssen. Auf besonderen wunsch seines hintermannes sei hier noch erwähnt, daß Horst sehr oft in der stunde, ohne vorherige warnung und ohne einleuchtenden grund, mit seinem stuhl heftig nach hinten rutschte. Auf diese weise sorgte er dafür, daß sich die haut über dem schienbein seines hintermannes ständig erneuern mußte.